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Die größte Insel der Kanaren mit der Kamera entdecken

Teneriffa ist eine wahre Insel der Superlative. Sie ist nicht nur die größte Insel der Kanaren, auch die höchste Erhebung von Spanien liegt hier. Mit mehr als 3.700 m Seehöhe überragt der Pico del Teide die Inselgruppe und wirft lange Schatten. Mehrere Klima- und Vegetationszonen können auf dieser Insel in kurzer Zeit durchquert und besucht werden. Das ist auch Grund für die vielen endemischen Arten auf dieser Insel. Über 3.000 Tier- und Pflanzenarten gibt es nur hier.

Die Insel Teneriffa

Mit mehr als 80 Km Länge und 50 Km Breite hat Teneriffa eine Fläche von gut 2.000 km². Auf der Insel leben mehr als 900.000 Menschen, wodurch eine relativ hohe Bevölkerungsdichte von 460 Einwohner/ km² resultiert. Der Süden der Insel ist tatsächlich sehr geschäftig und man findet sich hier nicht selten von vielen Menschen umgeben. Klimatisch ist die Inselgruppe der Kanaren sehr moderat. In den Wintern wird es an der Küste nicht kälter als 20 °C und im Sommer nicht wärmer als 29 °C. Dadurch sind die kanarischen Inseln ganzjährig hervorragende Reiseziele. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum man die Kanaren besuchen sollte.

Natur

Die Natur auf den Kanaren ist wunderschön und vielfältig. Durch das milde Klima haben sich viele Arten prächtig entwickelt. Auch gibt es hier unzählige endemische Tier- und Pflanzenarten, die es teilweise nur auf Teneriffa gibt. Ein weiterer Vorteil für das Aufhalten in der Natur und in der Nacht ist, dass es hier keine giftigen Tiere und größere Raubtiere gibt und auch nie gegeben hat. Charles Darwin hat auf seinen Reisen die Nahrungsspezialisierung an Hand der Finken sehr eingehend erforscht und niedergeschrieben. Dieser Umstand ist auch auf den Kanaren zu finden und so gibt es den sogenannten Teidefink nur hier. Ein wunderschöner, bläulich gefärbter Vogel, der nach dem Schichtvulkan Teide benannt ist. Nicht nur in der Tierwelt finden wir den Namen des mächtigen Berges wieder. Auch der Nationalpark der Insel ist nach ihm benannt. Der Teide Nationalpark wurde 2007 sogar in die Liste von UNESCO als Weltnaturerbe ausgezeichnet.

In den Nachtstunden

Nicht nur bei Tag finden sich hier auf der Insel zahlreiche Fotomotive, ebenso bei Nacht hat die Landschaft und vor allem der Nachthimmel viel zu bieten. Seit dem Jahr 1988 gibt es auf Teneriffa ein Lichtschutzgebiet welches ein sehr wichtiges Gut schützen soll, nämlich die nächtliche Dunkelheit. Für die Sternenfotografie hat das entscheidende Vorteile. Von hier aus können auch sehr schwach leuchtende Sterne gesehen und fotografiert werden. Die faszinierende Landschaft bietet zugleich einen herausragenden und interessanten Vordergrund für tolle Aufnahmen. Mit dem richtigen Know-how oder mit Unterstützung können hier Meisterwerke entstehen.

Dies ist unter anderem auch der Grund, warum ich mich für die Fotoreise nach Teneriffa mit dem tollen Astrofotografen Michael Kleinburger zusammengeschlossen habe. Sein Spezialgebiet ist die Fotografie in den Nachtstunden und dazu hat er viel zu sagen und mitzugeben. Genauere Infos gibt es direkt bei der Fotoreise Teneriffa.

Landschaftsfotografie bei Tag

Tagsüber finden wir unsere Motive direkt am Strand, in schönen Nebelwäldern oder von beeindruckenden Aussichtspunkten aus. Wenn ich jetzt sagen würde, schließ die Augen und stell dir vor… dann würde das in einem Beitrag nicht so gut funktionieren, wie in einem Kurzfilm oder einem Podcast. Aber versuchen wir uns trotzdem vorzustellen, dass wir mit den Flipflops oder gar barfuß auf dem weichen Sandstrand spazieren und die Wellen beobachten, wie sie gegen große Felsen im Meer donnern. In kleinen Bewegungen passen wir unser Stativ an. Zentimeter für Zentimeter rücken wir vor, bewegen uns nach unten und ändern den Winkel, um die gewünschte Position zu erhalten. Wie in so vielen Bereichen kommen wir durch unzählige, kleine Schritte näher an unser Ziel. Wir achten auf das Licht, wie es eine Seite der Felszacken im Wasser sanft beleuchtet und die Schattenseite vom reflektierten Licht getönt wird. Gerne denke ich an diese Stimmungen, an die vielen Schichten einer Landschaft und die einzigartigen Formen, die gleichzeitig in einem Bild enthalten sind und völlig gleichwertig koexistieren. Im besten Fall findet bereits bei der bewussten Aufnahme einer Szene eine exakte Betrachtung jedes einzelnen Elements statt. Vom kleinen Steinchen im Sand vor uns bis hin zum gigantischen Berg im Hintergrund balancieren wir den Ausschnitt möglichst harmonisch und bringen unser Bild ins Gleichgewicht.

Diese Balance bzw. die Ordnung der einzelnen Elemente in einem Bild verstehe ich persönlich unter der Vereinfachung von Aufnahmen. Je einfacher ein Bild ist und je weniger Störelemente vorhanden sind, umso angenehmer ist die Betrachtung. Doch das ist häufig leichter gesagt, als getan und somit üben wir dieses Vorgehen immer und immer wieder. Wir wiederholen die Vereinfachung und Balance unserer Bilder in den unterschiedlichsten Umgebungen und den verschiedensten Sujets. Die Fotografie ist wahrlich eine wunderbare Sache und bietet endlosen Spielraum für die eigene Weiterentwicklung.

Ich freue mich, die Kanaren wieder besuchen zu können und im Oktober hintereinander gleich zwei spannende Fotoreisen anbieten zu können. Der zweite Teil auf Teneriffa wird gemeinsam mit dem hervorragenden Astrofotografen Michael Kleinburger stattfinden.