Meine Bilder des Jahres 2019

Meine Bilder des Jahres 2019
Brunnsee, Steiermark, Hochschwab, See, Teich, Naturjuwel

Mein Jahr 2019

Der Rückblick auf ein fotografisch sehr intensives Jahr. Viele tolle Momente, einige neue Kooperationen und zwei neue Sponsoren haben sich im Jahr 2019 ergeben. Haida Austria unterstützt mich mit den – meiner Meinung nach – besten Filtern für Fotograf*innen. Compagnon stellt mir tolle Fotorucksäcke und Taschen zur Verfügung, um mein Equipment sicher von A nach B zu bringen. Gemeinsam mit Opernfoto in Graz gestalten wir tolle Fotoworkshops und auch gemeinsam mit Alexander Müller veranstalte ich Fotokurse in schönster Natur. Ich bedanke mich auch bei The Heat Company für die andauernde Unterstützung mit super Handschuhen, die mich auch bei sehr tiefen Temperaturen warm halten. 



Der Jänner

Gleich zu Beginn des Jahres ist ein Foto bei einem gemeinsamen Fotoausflug mit Haida Ambassador, Christian Hoflehner entstanden, welches mir persönlich sehr gut gefällt und sehr viel Kraft und Energie hat. Unser erster gemeinsamer Ausflug hat uns an einen Platz geführt, der beeindruckende Bergaufnahmen für uns bereit halten sollte. Die tief verschneiten Gipfel wurden stark vom Wind gepeitscht und das Licht entwickelte sich immer besser. Durch die extrem niedrigen Temperaturen war die Luft klar genug, um auch bei langen Brennweiten eine gute Schärfe erzielen zu können. Besonders gefällt mir an diesem Bild der Lichtspot auf dem stürmischen Gipfel. Ich habe diese Aufnahme „Burning Summit“ genannt, da dies die Dramatik etwas unterstützt bzw. widerspiegelt.



Der Februar

Auch der Februar hat einiges an tollen Motiven bereitgehalten. Das erste Mal im Jahr eine Milchstraße zu fotografieren, ist immer etwas Besonderes für mich. Gerne nehme ich auf diese Ausflüge Fotofreunde mit. Beim nächsten Bild war ich mit meinem Freund Tom unterwegs im wunderschönen Hochschwabgebiet. Hier im Zentrum der Obersteiermark lassen sich durch die geringe Lichtverschmutzung tolle Aufnahmen der Milchstraße realisieren. Jede Anstrengung ist beim Anblick der Sterne gleich wieder vergessen. Doch es ist nicht immer ganz einfach bei den fordernden Witterungsverhältnissen den Blick für Komposition und vor allem die Ruhe und Geduld zu bewahren.



Der März

Dieses Monat gibt es gleich zwei Bilder von einem tollen Ort, an dem ich zum ersten Mal war. Viele Bilder kennt man von hier und wer auf den sozialen Medien aktiv ist, kennt unterschiedlichste Blickwinkel davon. Der bayrische Eibsee gleich am Fuße des höchsten Bergs Deutschlands, ist eine wahre Augenweide. Die wunderschöne grüne Farbe und die vielen kleinen Inseln, welche durch einen Felssturz entstanden sind, erzeugen wirklich ein tolles Panorama. Meine beiden „Lieblingsbilder“ für März sind mit direktem Blick auf die Zugspitze. 



produktiver April

Nach dem ersten Fotokurs im März ging es im April gleich weiter mit mehreren Kursen am Almsee, Leopoldsteinersee und am Grünen See. Hier entstanden einige tolle Bilder, die ich gerne teilen möchte. Häufig haben wir während der Fotokurse so tolle Bedingungen, dass ich selbst ganz erstaunt bin, was die Natur für uns zu bieten hat. Im Anschluss an die Fotoworkshops hat es Ende des Monats die Fotoreise nach Teneriffa und La Gomera gegeben. Damit hat sich der April zum fotoreichsten Monat des gesamten Jahres etabliert. Das heißt in Zahlen über 7000 Bilder alleine im April. Davon bleiben natürlich nur wenige Bilder übrig, aber die Arbeit für die Sortierung nimmt schon einige Zeit in Anspruch. Hier nun meine Auswahl dazu.



Im Mai...

…gab es neben viel Arbeit am PC aus dem Monat April auch einige Kundenaufträge, die Zeit in Anspruch genommen haben. Trotzdem blieb genügend Energie und Motivation übrig, um die wunderschöne Heimat zu erkunden. Diese beiden Bilder entstanden in Oberösterreich nahe Windischgarsten. Die Milchstraßenaufnahme war für mich insofern besonders, als ich noch nie zuvor einen derartigen Meteoriten gesehen habe. Ich weiß bis heute noch nicht, wobei es sich auf diesem Bild handelt, aber dieser lichtemittierende Körper war mehr als zwei Minuten am Himmel zu sehen und hat seine lange, leuchtende Spur in aller Ruhe gezogen. Wenn ihr mein Wissen dazu erweitern könnt bzw. eine Ahnung habt, was das sein könnte, freue ich mich über eure Kommentare dazu.

Auf dem zweiten Bild ist der wunderschöne Gleinkersee abgebildet, den ich immer wieder mit Freude besuche und fotografiere. Ein toller Platz für einen angenehmen Spaziergang in der Natur.



Juni im Hochformat

Zufall oder Absicht. 
Im Juni präsentierten sich einige meiner Lieblingsmotive im Hochformat. Auch das erste Drohnenbild hat es in die Auswahl geschafft. Diese technische Weiterentwicklung hat auch einiges an Sichtweise in der Fotografie verändert. Mit einer Drohne, wie meiner DJI Mavic 2 Pro, kann man wirklich beeindruckende Aufnahmen in einer sehr erfreulichen Qualität erzeugen. Die Blickwinkel, die dadurch mühelos erreichbar werden, sind einfach unbeschreiblich. Bei der Anschaffung von Drohnen sollte man sich jedoch gut mit der rechtlichen Situation und den gesamten Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Um Foto- und oder Videoaufnahmen machen zu dürfen, ist es notwendig eine Flugbewilligung und eine Versicherung für den Multicopter zu haben. Das ist nicht nur ein finanzieller Aufwand. Doch genug von solchen Details. Mein bevorzugtes Bild aus dem Monat Juni ist das Foto vom Gollinger Wasserfall. Mir gefällt besonders, wie sich der Wasserfall ein wenig hinter dem Hügel versteckt und die Lichtstrahlen den aufsteigenden Sprühnebel beleuchten.



Juli bei Mitternachtssonne

Unbeschreiblich schön.
Solange ich mich erinnern kann, fühle ich mich vom Norden Europas und im Speziellen von den skandinavischen Ländern stark angezogen. Bis zum vergangen Juli wusste ich nicht, warum. Voller Erwartung und Vorfreude machten wir uns auf in den Norden, um ein tolles Abenteuer erleben zu dürfen. Mehr dazu hier.
Was für alle sichtbar geblieben ist, sind meine Aufnahmen dieser Reise. Für mich strahlen diese Bilder ganz viel Ruhe und Wärme aus. Die Ruhe einer Landschaft, die so wild und ursprünglich ist und die Wärme der zarten Mitternachtssonne, die immer wieder durch die Wolken blinzelt. Hier habe ich definitiv einige meiner schönsten Momente bisher verbracht. 



Der August

Nach dem finnischen Abenteuer ging es gleich wieder zurück zu einigen Fotoworkshops. Im August stand neben dem Workshop ‚Am Bach‘ in Mixnitz, dem Workshop am Grünen See  und dem Fotokurs in Podersdorf  natürlich unser Faszination Bergwelten Fotoworkshop gemeinsam mit Alex Müller am Programm. Ich genieße die Zeit bei den Fotokursen sehr, da ich immer wieder ganz genau von meiner Leidenschaft, der Fotografie, erzählen kann und detailliert meine Erfahrungen und meine Technik weitergeben darf.  Mich erfreut es sehr, wenn Menschen meine Anregungen umsetzen und mit dem Ergebnis zufrieden sind. Selbst mache ich während der Kurse auch ein paar Bilder, um unter anderem auch die Vorgehensweise zu demonstrieren. 



strahlender September

Auch im September ging es mit Fotokursen weiter. Viele tolle Destinationen und eine davon ganz beeindruckend: Die Fotoreise Osttirol ist immer wieder auf’s Neue etwas ganz Besonderes. Die steilen Hänge und schroffen Berge, immer gespannt über die Veränderungen der Landschaft. Klare Bergseen und dramatische Lichtstimmungen. 
Der Kontrast dazu war die Reise in den tschechischen Nationalpark Šumava. Der Nationalpark im Böhmerwald lädt ein zu tollen Motiven am Wasser und im Wald. 
Doch im September haben auch zwei nahe Ziele ihren Weg in die Auswahl geschafft. Die beiden letzten Bilder sind von der Schneealpe und vom Brunnsee – mit ähnlichen Magentatönen am frühen Morgen.



Oktober. Der Herbst in den Bergen.

Nicht oft hält der Oktober noch so stabiles Wetter und überdurchschnittlich milde Temperaturen bereit. Der Klimawandel ist allgegenwärtig spürbar. Glücklicherweise passiert nun auch in den Medien dazu etwas, wie die Fridays For Future Bewegung rund um Greta Thunberg zeigt. 
Meine fotografische Ausbeute in diesem Oktober war jedoch sehr erfreulich.

Ein sehr fruchtbringendes Monat war der Oktober schon. Bilder aus dem Hochschwab, wo wir mehrere Touren machen konnten, die tolles Licht bereit hielten. Bei den Top-Bildern findet sich auch eines vom Spiegelsee wieder, der sich jedes Mal einzigartig präsentiert und tolle Möglichkeiten bietet. Doch absolut unvergesslich war mit großem Abstand das Licht am Sölkpass in diesem Herbst. Das sanfte Morgenlicht fiel auf eine wunderschöne Bergkette. Oben waren schon einige Schneeflecken und den Kontrast dazu bildeten die rötlich gefärbten Grashänge, die sanfter nicht hätten sein können. Eine absolut bemerkenswerte Landschaft.



stiller November

Die Tage werden schon deutlich kürzer und dis Sonne steigt nicht mehr so hoch in den Himmel. Viel Feuchtigkeit sammelt sich im Wald und am Morgen ist häufig mit Nebel zu rechnen. Die letzten Farben sind noch an wenigen Bäumen zu sehen. Ein paar Lärchen haben noch ihre Nadeln behalten und bilden wunderschöne Farbtupfer in der Landschaft. Die Sonne steigt über die Hügel im Nationalpark Kalkalpen und beleuchtet genau diesen einen Baum von hinten. Er strahlt vor einem sonst so dunkel erscheinenden Hintergrund. Momente wie diese sind zu jeder Jahreszeit besonders.



Dezember. Endlich Schnee.

Der Winter lässt anfänglich noch sehr auf sich warten. Um Schnee zu berühren, muss man schon einiges an Höhe gewinnen. Hier und da findet man schöne Plätze, an denen sich genug Niederschlag gesammelt hat, um auch mit den Skiern unterwegs sein zu können. Auch das ist eine ganz spannende Geschichte: Landschaftsfotografie auf Tourenski. Spricht man mit Freund*innen, so wird bei der Tourenausrüstung im Gramm-Bereich an Gewicht gespart. Man überlegt, ob das zweite Leiberl sein muss und ob nicht doch ein Müsliriegel für die über 1000 Höhenmeter ausreichend ist. Die leichtesten Ski und natürlich auch Schuhe müssen’s schon sein. Dafür greift man auch ganz tief in die Tasche. Und auch da sind die Fotograf*innen wieder mal anders. Mit ca. 15 Kilogramm Kameraequipment und alten, schweren Tourenskiern machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Ich bin immer ganz hinten, bleibe stehen und fotografiere die wunderschöne Natur um uns herum. Viele tolle Motive präsentieren sich und es fällt mir schwer, nicht noch mehr Zeit dabei zu verbringen. 



Schluss.

Am Ende eines erfolgreichen Jahres bleibt mir nur noch „Danke“ zu sage. Danke an die vielen Begleiter*innen auf meinen Touren. Danke an die zahlreichen Workshop-Teilnehmer*innen und die grandiosen Kooperationen, die uns teilweise in entlegene Gegenden geführt haben. Auch ich selbst habe wieder viel über die Fotografie sowie die Bildbearbeitung gelernt und freue mich auf weiteren Input und viele neue, fotografische Sichtweisen. Ständig hinterfrage ich meine Arbeit und versuche, mit meiner Bildsprache noch deutlicher zu werden, um letztendlich einen noch realistischeren Abdruck meiner Naturerlebnisse präsentieren zu können.

Danke.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Gottfried Hribernig

    Danke für die Möglichkeit solche Bilder sehen zu dürfen. Es ist immer wieder ein Genuß solche eindrucksvollen Fotos zu betrachten. Auch alle Freunde denen ich die Bilder gezeigt habe waren überwältigt von deinen Fotos.

    1. Philipp

      Lieber Gottfried, Vielen Dank für dein nettes Kommentar. Es freut mich sehr, dass dir meine Bilder gefallen. Herzlichen Dank, Philipp

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